Stadtstaat Berlin mit regierendem Bürgermeister

Berlin ist die Bundeshauptstadt Deutschlands. Hier befinden sich die Regierungsgebäude, wie der Reichstag sowie die Botschaften, die ausländischen Vertretungen. Berlin ist auch ein Bundesland, ein sogenannter Stadtstaat. Das Bundesland Berlin wird regiert vom Regierenden Bürgermeister. Derzeit ist dies Klaus Wowereit von der SPD. Die Regierung des Stadtstaates Berlin setzt sich aus dem Regierungen Bürgermeister und bis zu acht Senatoren zusammen (Art. 55 der Verfassung von Berlin, VvB). Die Senatoren werden vom Regierenden Bürgermeister gem. Artikel 56 Abs. 2 VvB ernannt. Der Regierende Bürgermeister wird durch die Mehrheit des Abgeordnetenhauses von Berlin gem. Artikel 56 Abs. 1 gewählt. Derzeit setzt sich der Berliner Senat aus Senatoren der SPD und der Linken zusammen.

Der Regierende Bürgermeister hat eine Doppelfunktion. Erstens ist er in seinem Amt für den Stadtstaat einem Ministerpräsident gleichgestellt und zweitens übt er das Amt eines Bürgermeisters für die kreisfreie Stadt Berlin aus. Die meisten Regierenden Bürgermeister von Berlin gehörten der SPD an. Einer der bekanntesten war Willy Brand, der dieses Amt von 1957–1966 bekleidete, bevor er 1969–1974 der vierte deutsche Bundeskanzler wurde. Ein weiterer, sehr bekannter Bürgermeister von Berlin war Ernst Reuter, der dieses Amt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges übernahm.

Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1989 wurde Berlin wieder Bundeshauptstadt, blieb aber auch ein Stadtstaat. Berlin besteht aus zwölf Bezirken, wobei jeder Bezirk von einem Bezirksbürgermeister vertreten wird. Derzeit hat Berlin mehr als 3,4 Millionen Einwohner. Der Aufbau von Berlin, speziell im Osten der Stadt, ist auch heute noch problematisch und so hat sich beim Stadtstaat Berlin ein großer Schuldenberg angesammelt. Unter der Führung des derzeit regierenden Bürgermeisters ist die Stadt auf einem guten Wege zu einer Weltmetropole zu werden.